27.02.2018 | Autor: KoC | Kategorie: Recht

Der Mieter muss eine vom Vermieter vorgetragene Wohnflächenangabe substantiiert bestreiten – ein einfaches Bestreiten reicht nicht (vgl. BGH VIII ZR 41/14).

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Der BGH hat in seiner Entscheidung vom 22.10.2014 ausgeführt, dass der Vermieter nach allgemeinen Grundsätzen die Darlegungs- und Beweislast für anspruchsrelevante Flächenangaben trägt und die Anforderungen an eine substantiiert Darlegung erfüllt, wenn er zunächst bestimmte Flächenangaben lediglich vorträgt.

Der Mieter muss die Flächenangabe sodann substantiiert bestreiten, d.h. es ist nicht ausreichend, wenn er der Angabe des Vermieters pauschal widerspricht. Der BGH begründet dies damit, dass es dem Mieter möglich und auch zumutbar ist, die Wohnfläche der gemieteten Wohnung zu vermessen und seinerseits einen bestimmten Flächenwert vorzutragen.

Der Mieter muss sich hierfür aber an keiner Berechnungsmethode – wie die Wohnflächenverordnung – orientieren, da es ausreichend ist, wenn er das Ergebnis einer laienhaften, im Rahmen seiner Möglichkeiten liegenden Vermessung mitteilt.

 

Quelle: WOLFF & MÜLLER Immobilien
Foto: WOLFF & MÜLLER Holding GmbH & Co. KG

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