05.03.2018 | Autor: KoC | Kategorie: Recht

Der vorgetäuschte Eigenbedarf kann für den Vermieter sehr teuer werden!

Immobilien News von Wolff & Müller

Die Kündigungsmöglichkeiten eines Wohnraummietverhältnisses sind für den Vermieter beschränkt. Ein möglicher Kündigungsgrund ist der sog. Eigenbedarf gem. § 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB. Hiernach kann der Vermieter kündigen, wenn er die Räume als Wohnung für sich, seine Familienangehörigen oder Angehörige seines Haushalts benötigt.

Die Voraussetzungen des Eigenbedarfs werden von Vermietern bisweilen vorgetäuscht, d.h. die Wohnung wird tatsächlich nicht für den genannten Personenkreis benötigt. Ein denkbares Motiv ist der Wunsch des Vermieters, einen unliebsamen Mieter alsbald „loszuwerden“. Zieht der Mieter sodann aus, kann dies für den Vermieter sehr unangenehm werden und zu erheblichen Schadensersatzansprüchen des Mieters führen, sollte dem Vermieter später der vorgetäuschte Eigenbedarf nachgewiesen werden können.

Zum ersatzfähigen Schaden zählen grundsätzlich Umzugskosten und auch Mehrkosten, die dem Mieter durch eine höhere Miete für die neue Wohnung entstehen. Auch weitere Schäden und Ansprüche sind denkbar. Schließlich kann das Verhalten des Vermieters auch strafrechtlichen Konsequenzen führen.

 

Quelle: WOLFF & MÜLLER Immobilien
Foto:    WOLFF & MÜLLER Immobilien

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