13.12.2018 | Autor: KoC | Kategorie: Recht

Keine Mietminderung bei bloß abstrakter Gefahr einer Schimmelpilzbildung

Immobilien News von Wolff & Müller

Der Bundesgerichtshof hat in zwei Entscheidungen vom 05.12.2018 (Az.: VIII ZR 271/17 und VIII ZR 67/18) klargestellt, dass die bloß abstrakte Gefahr von Schimmelpilzbildung einen Wohnungsmieter nicht zur Mietminderung berechtigt. In beiden entschiedenen Fällen wollten Mieter Mietminderungen durchsetzen, da sie aufgrund von Wärmebrücken in ihren unsanierten Wohnungen die „Gefahr von Schimmelbildung“ fürchteten. Das Landgericht Lübeck gab den Mietern zunächst Recht. Der BGH kassierte diese Entscheidungen jedoch mit der Begründung, dass Wärmebrücken keinen Sachmangel darstellen, wenn „dieser Zustand mit den zum Zeitpunkt der Errichtung des Gebäudes geltenden Bauvorschriften und technischen Normen“ übereinstimme. Eine Pflicht zur nachträglichen Wärmedämmung gebe es in diesen Fällen nicht. Folglich dürfen Mieter von unsanierten Altbau-Wohnungen auch keine den modernen Ansprüchen entsprechende Wohnung erwarten. Zur Verhinderung von Schimmelbefall sei es Mietern überdies zuzumuten, dass sie regelmäßig bzw. täglich zweimalig für 15 Min. stoßlüften.

 

 

 

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