14.02.2019 | Autor: KoC | Kategorie: Recht

Wohnungseigentumsrecht: Fälligkeit des Hausgeldanspruchs

Immobilien News von Wolff & Müller

Mit seiner Entscheidung vom 04.05.2018 (Az.: 5 S 44/17) hat sich das Landgericht Saarbrücken der inzwischen fast einhelligen Auffassung angeschlossen, dass der WEG-Verwalter aufgrund seiner Verpflichtung, eingenommene Gelder von seinem Vermögen getrennt zu halten, verpflichtet ist, ein Konto auf den Namen der Wohnungseigentümergemeinschaft einzurichten. Die Anlage eines sog. offenen Fremdkontos dient der Insolvenz- und Pfandsicherheit der eingenommenen Gelder. Zudem hat ein solches Konto den Vorteil, dass bei einem Verwalterwechsel nur die Verfügungsbefugnis des alten Verwalters widerrufen und dem neuen Verwalter eingeräumt werden muss. Solange der WEG-Verwalter kein solches Konto einrichtet, ist der Wohnungseigentümer berechtigt, die Wohngeldzahlung zu verweigern, sofern nicht die Zahlungsfähigkeit der Gemeinschaft durch die Weigerung gefährdet ist. Nach den Ausführungen des Landgerichts Saarbrücken ist der Anspruch auf Hausgeldzahlung solange nicht fällig, bis der WEG-Verwalter ein Eigenkonto der Gemeinschaft eingerichtet hat.

 

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