11.03.2019 | Autor: KoC | Kategorie: Recht

Zur Kostentragungspflicht von Messdifferenzen beim Wasserverbrauch

Immobilien News von Wolff & Müller

Ergeben sich beim Wasserverbrauch Differenzen (Hauptwasserzähler) zwischen gemessener Gesamtmenge (Hauptwasserzähler) und erfassten Einzelmengen (Einzelzähler), müssen für die hierauf entfallenden Kosten regelmäßig die Mieter aufkommen. Dies hat das Landgericht Duisburg in seiner Entscheidung vom 22.02.2006 (13 T 9/06) klargestellt. Denn die Ursache solcher Messdifferenzen ist im Allgemeinen technisch bedingt und liegt nicht in fehlerhaften Messungen. Hiernach reagieren Hauptwasserzähler bereits auf geringste Wasserverbräuche, während dies bei Einzelwasseruhren nicht Fall sei; dies lasse sich selbst bei neuen und technisch einwandfreien Geräten nicht vermeiden. Demzufolge liegt der vom Hauptwasserzähler angezeigte Verbrauch regelmäßig höher als die Summe der Einzelwasserzähler. Eine Differenz von bis zu 20 % ist nach den Ausführungen des Gerichts nicht ungewöhnlich, vgl. LG Duisburg a.a.O. Für diese Differenz müssen die Mieter bei der Abrechnung der Wasserkosten im Verhältnis der von den Einzelwasseruhren gemessenen Einzelverbräuche aufkommen.

 

 

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